Nominierung für Caroline Herschel Medaille 2023

Mit der Caroline-Herschel-Medaille wird seit 2022 jedes Jahr die langbestehende wissenschaftliche Kooperation zwischen Großbritannien und Deutschland gefeiert. Abwechselnd wird der Preis, der von der Royal Astronomical Society (RAS) in Zusammenarbeit mit der Astronomischen Gesellschaft (AG) vergeben wird, an eine Wissenschaftlerin aus Deutschland oder Großbritannien verliehen. Die Medaille ist mit einem Preisgeld von 10.000 Pfund dotiert, welches zu Ehren von Altkanzlerin Dr. Angela Merkel von der britischen Regierung gestellt wird. Nach Prof. Dr. Eva Grebel aus Heidelberg als erste Preisträgerin wird diese hoch dotierte Auszeichnung im Jahr 2023 an eine in Großbritannien arbeitende Astronomin verliehen.

Es gibt vielfältige Kriterien, die bei der Auswahl der Preisträgerin eine Rolle spielen. Zum einem muss eine Kandidatin hervorragende Leistungen auf dem akademischen Gebiet der Astrophysik aufweisen, allerdings spielt auch die Führungsarbeit und das Mentoring jüngerer Wissenschaftler:innen eine erhebliche Rolle. Zusätzlich sollte eine klare Verbindung zwischen Großbritannien und Deutschland erkennbar sein.

Für die Medaille kommen nur weibliche Wissenschaftlerinnen in Frage, Nominierungen sind offen für Alle, ebenso ist eine Eigennominierung möglich. Alle eingegangenen Vorschläge werden von einem Gremium, welches von den beiden Fachgesellschaften berufen wird, beurteilt.

Eingereichte Nominierungen sollte Folgendes enthalten:

  • Einen vollständigen Lebenslauf
  • Eine kurze Liste der wichtigsten begutachteten Veröffentlichungen (bis zu fünf, vorzugsweise mit Zitationsdaten)
  • Die Namen von zwei Gutachtern
  • Die Nominierung in englischer Sprache (Mindestlänge 300 Wörter, Höchstlänge 600 Wörter)

Aus den Unterlagen muss klar hervorgehen, wie die oben genannten Kriterien von der nominierten Person erfüllt werden und inwiefern Sie unter Wissenschaftlerinnen auf der gleichen Karrierestufe und im gleichen Beriech hervorsticht. Idealerweise werden Vorschläge so formuliert, dass Auszüge davon vom Gremium für Empfehlungen verwendet werden können. Außerdem sollte aus der Nominierung hervorgehen, in welcher Position die potentielle Preisträgerin gerade arbeitet und wie das Preisgeld verwendet werden soll.

Die Nominierung ist bis zum 1. September online möglich unter diesem Link. Die Preisträgerin wird voraussichtlich im November bekanntgegeben.

Kontakt:

Prof. Dr. Michael Kramer
Präsident, Astronomische Gesellschaft
praesident@astronomische-gesellschaft.de

Dr. Janine Fohlmeister
Pressereferentin, Astronomische Gesellschaft
pressofficer@astronomische-gesellschaft.de

Nush Cole
RAS Awards and Grants Officer
ncole@ras.ac.uk

 

Bild: Caroline Herschel 1829, Ölgemälde von Melchior Gommar Tieleman